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Kriterien für die Aufsicht im Rundfunk und in den Telemedien /

Sexualität – Formale Gestaltung

Sexualität

Formale Gestaltung

Neben inhaltlichen Komponenten spielen auch Gestaltungsmittel und Vermittlungsart bei der Bewertung eines Angebots eine Rolle.

Audiovisuelle Gestaltungstechniken können Effekte von Sexualdarstellungen verstärken oder mindern.

Wird Sexualität direkt abgebildet (explizit) oder ist sie indirekt erschließbar (implizit)?

Eine sexuelle Handlung kann kontinuierlich in Bild oder Ton dargestellt, nur angedeutet oder gar nicht gezeigt werden. Darüber hinaus können Sexualdarstellungen verfremdet sein.

Werden Sexualdarstellungen innerhalb des Angebots hervorgehoben?

Eine Hervorhebung kann beispielsweise durch hohe Schnittfrequenz, Zeitlupe, Detail- bzw. Nahaufnahmen, Geräuschkulisse, Farb- und Lichtgestaltung bewirkt werden.

In Telemedien kann diese Hervorhebung durch ein automatisches Aufpoppen großformatiger Werbefenster oder durch das Öffnen neuer Websites bei Anklicken des Schließkreuzes in den Bedienelementen erfolgen. Aber auch in die Website eingebettete animierte Werbebanner mit unverpixelten oder verpixelten Sexualverkehrsequenzen können in diesem Zusammenhang eine hervorhebende Wirkung erzeugen.

Welche Darstellungsperspektiven kommen im Angebot vor?

Das Angebot kann Sexualität aus der Sicht der Sexualpartner:innen oder Beobachter:innen (z. B. Schlüssellochperspektive) darstellen.